Koordination

Strukturen für die Koordination

Einerseits erhöht, wie in Produktion dargestellt, die Autonomie der Produktbereiche, die Flexibilität und Lebensfähigkeit des Unternehmens. Andererseits steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit inkonsistenten Verhaltens der Produktbereiche.

Um dem entgegen zu wirken muss eine Koordination der Produktbereiche stattfinden. In hierarchischen Unternehmen geschieht dies üblicherweise durch direkte Beaufsichtigung. In einer vernetzten Struktur, wie sie im Open Syndicate Selbständigen-Netzwerk angestrebt wird, kann dies effektiver durch Selbstregulierung zwischen den Produktbereichen geschehen. Je stärker die koordinierende Kommunikation zwischen den Produktbereichen ist, desto weniger Koordination muss durch die Organisation des Gesamtunternehmens erfolgen und desto größer ist die Autonomie der Produktbereiche.

Es gilt also, eine Struktur zur Kommunikation und Koordination zwischen den Produktbereichen zu erschaffen. Mechanismen, welche dies unterstützen sind beispielsweise:

  • regelmäßige Koordinationsbesprechungen
  • hoch entwickelte kulturelle Standards
  • Problemlösungsverfahren
  • unternehmensinterne Richtlinien
  • Produktionsstandards
  • definierte Produktionsverfahren
  • Dokumentationsstandards
  • IT Standards
  • etc.

Zusammenwirken der Produktbereiche

Das Zusammenwirken der Produktbereiche wird durch die Technologie oder Dienstleistung bestimmt, welche der Produktion und den Produktbereichen zugrunde liegt. Beispiele:

  • Ein Fertigungsbetrieb, der Rohstoffe einkauft, aus diesen Einzelteile anfertigt, welche anschließend zu einem fertigen Produkt zusammengefügt werden, hat zwei Produktbereiche, die Fertigung der Einzelteile und den Zusammenbau dieser Einzelteile. Weil hier ein Produktbereich mit seinem Input von dem anderen abhängt, ist ihr Zusammenwirken durch den Materialfluss und durch Produktionsstandards bestimmt. Treten hier Probleme auf, kann es passieren, dass der Zusammenbau wegen mangelndem Input ins Stocken kommt, wegen zu viel Input unnötige Zwischenlager nötig werden, oder dass die Teile nicht zusammenpassen. Hier muss die Koordination für reibungslose Materialflüsse sorgen.
  • Eine Gaststätte bietet Speisen und Getränke. Dies sind ihre beiden Produktbereiche. Diese hängen nicht so direkt voneinander ab, wie im Fertigungsbetrieb. Trotzdem müssen beide Angebote aufeinander abgestimmt werden. Gibt es beispielsweise Fisch auf der Speisekarte, könnten dazu passende Weißweine angeboten werden. Scharf gewürzte Tagesgerichte könnten eine erhöhte Nachfrage nach Wasser oder Bier hervorrufen. Die Aufgabe der Koordination ist hier eine entsprechende Abstimmung zwischen den beiden Angeboten.

In jedem Fall sollte es eine nützliche Beziehung zwischen den Produktbereichen geben. Andernfalls gäbe es wenig Grund, diese im selben Unternehmen zu haben.

Produktbereiche können sich überlappende Märkte haben. Möglicherweise beeinflusst auch das Produkt eines Produktbereiches die Nachfrage nach dem Produkt eines anderen. Das oben genannte Beispiel der Gaststätte wäre so ein Fall. Durch Koordination solche Wechselwirkungen zu gestalten bedeutet, Synergien zwischen den Produktbereichen herzustellen, welche dem Erfolg des ganzen Unternehmens nützen können.

Dadurch könnte auch das Schaffen neuer Produktbereiche nahegelegt werden, deren Sinn bis dahin nicht offensichtlich war.

Konzipieren Sie bitte aufgrund der oben beschriebenen Beispiele und Wechselwirkungen, wie die Strukturen für die Koordination der Produktbereiche aussehen müssen, um für das Unternehmen die bestmöglichen Resultate zu erzielen.

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